Kurze Nachlese zur Sitzung des Landschaftsbeirates des Kreises

Die Tagesordnung wurde ordnungsgemäß abgearbeitet. Erwähnenswert sind die Ergebnisse der TOP 7, 8 und 9.
TOP 7 berichtet über die detaillierten Schutzmaßnahmen für die Pappeln.
Es gibt im Prinzip drei Kategorien:
1. Ersatz der Hybridpappeln nach deren Nutzung oder Verfall durch Schwarzpappeln oder Pyramidenpappeln, teilweise auch durch Stieleichen
2. Erhalt der Pappeln bis zu deren Verfall oder Nutzungsende
3. Ersatz der Hybridpappeln nach deren Nutzung oder Verfall durch Silberweiden oder Schwarzerlen
TOP 8 hier wurde über die Planung der „geringfügigen Erweiterungen“ der Ausnahmegenehmigungen von Baumaßnahmen in Landschaftsschutzgebieten berichtet. Dazu zählen u.a. Carports, Terrassen, Wintergärten, Gewächshäuser in begrenzter Größe und Stückzahl.
Der BUND machte hier Bedenken geltend. Die BIVH unterstützt diese Bedenken, da mit derartigen Regelungen dem Missbrauch eine erste Tür geöffnet wird.
Wer im Landschaftsschutzgebiet Wohneigentum besitzt muss sich mit den jetzt noch geltenden Einschränkungen eben abfinden.
TOP 9 Genehmigung der Schweinemastanlage Dülken/Nette und Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet. Neben vielerlei Details wurde ein Schreiben der Bezirksregierung zitiert, in dem es u. a. heißt, dass dieser Vorgang der Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet dazu dient die rechtswidrige Genehmigung zu heilen.
Dem Änderungsantrag wurde mit 12 zu 2 Stimmen zugestimmt.

Die BIVH hält diesen Vorgang für einen Skandal. Eine Behörde, die so unsere Landschaft schützt, verdient nicht länger das Vertrauen der Bürger.

Die Konsequenz: Wir verzichten auf Schweinefleisch, denn wir verurteilen die mit der Massentierhaltung verbundene Tierquälerei!

 

Landschaftsbeirat des Kreises heute um 18 Uhr im Forum

Heute um 18 Uhr tagt der Landschaftsbeirat des Kreises Viersen im Forum / Lambersartzimmer, um über die Änderung der Landschaftspläne zu entscheiden. Damit soll u.a. die Schweinemastanlage in Dülken/Nette legalisiert werden.
Zahlreiches Erscheinen ist wie immer bei derartigen Sitzungen sinnvoll!
Die Tagesordnung und Sitzungsunterlagen:
https://kis.kreis-viersen.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.Ha.GWq8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok4KfyIhuGWsBSq4Ql0OezKeyDWq8Sn6Rk1Lf0KjvFavETqASj1Mj0KaxJYr8WtAPi1Oi0HawCXrCWm4Pl4PkyJhwDXsDWq5Oi0KfyKayGJ/Oeffentliche_Sitzungsunterlagen_Beirat_bei_der_unteren_Landschaftsbehoerde_des_Kreises_Viersen_16.10.2014.pdf

Der „Eiserne Rhein“ – vier Beiträge in der RP vom 15.10.2014

Die Rheinische Post widmet heute dem Eisernen Rhein gleich zwei Artikel und zwei Kommentare. Der Kommentar im Lokalteil titelt „Kein Grund zur Hysterie“. Nun Hysterie ist nie ein guter Ratgeber. Aber ruhig abwarten, was passiert, ist noch viel schlechter. Das würde den Politikern nur in die Karten spielen, die in der Zwischenzeit Fakten schaffen gegen die von den Betroffenen nicht vorgegangen werden kann. Informationen über den Entscheidungsgang sind hier wichtig. Die sollten eigentlich von unseren Bundestagsabgeordneten geliefert werden. Auf Rückfrage verteilt Herr Schummer (CDU) aber nur nichtssagende Werbeprospekte über seine glorreiche Tätigkeit in Berlin.
Es ist richtig, dass alle drei in der Diskussion befindlichen Varianten Viersen tangieren. Aber die Version über Venlo und Dülken tangiert noch zusätzlich viele weitere Viersener Bürger in Dülken und in Viersen. Durch den Güterverkehr wird die Lärmbelästigung auch wesentlich stärker als beim Personenverkehr aufgrund der Art der zum Einsatz kommenden Wagen und das auch noch bei Nacht. Denn Güterverkehr geht vorwiegend nachts auf die Schiene. Hiervon werden insbesondere die Anwohner in Oberrahser, Rahser und Unterrahser betroffen. Doch nicht nur der stark zunehmende Lärm bedroht die Anwohner, auch der Wert ihrer Eigenheime wird drastisch sinken.
Und mit dem gesetzlichen Lärmschutz ist dies auch so eine Sache. Da wird nicht gemessen, sondern nur gerechnet. Und wenn der Lärm dann etwas höher ist als zulässig, ist das auch nicht so schlimm, es gibt ja im Gesetz Toleranzen bis zu 3 dBA. 3 dBA bedeuten aber in der menschlichen Wahrnehmung eine Verdoppelung des Lärms.
Hysterie – nein, aber stärkstens besorgt sollten die Anwohner schon sein und unsere Politiker einmal nach den Möglichkeiten der Einflussnahme im Rahmen der Bewilligungen fragen.
Herr Schiefner (SPD) sitzt ja im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages.
Doch bitte Vorsicht, nicht alle Aussagen müssen stimmen. Deshalb sollte man alles gründlich hinterfragen. Die BIVH hat in dieser Hinsicht so ihre Erfahrungen.
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/eiserner-rhein-in-nrw-rueckt-naeher-aid-1.4595949
http://www.rp-online.de/politik/bricht-der-bund-tabu-beim-eisernen-rhein-aid-1.4596034
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/ministerium-prueft-bau-der-viersener-kurve-aid-1.4596043
http://www.rp-online.de/suche/Kein%20Grund%20zur%20Hysterie/

Neuer Skandal im Kreis Viersen

Die Skandale im Kreis Viersen nehmen kein Ende. Die Rheinische Post berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober 2014 von den Machenschaften der Politik im Bereich der Genehmigung der Schweinemastanlage in Dülken-Nette.
Aber nicht nur, dass diese Anlage im Landschaftsschutzgebiet genehmigt werden soll, nein, die Ausführungsbestimmungen für den Landschaftsschutz werden gleich komplett mit geändert: freie Fahrt für freien Kommerz, und die Bürger bleiben auf der Strecke.
Haben die Politiker durch den Verkauf von Kaiser’s Tengelmann gar nichts gelernt? Scheinbar nicht!
Meine 92-jährige Mutter sagt immer öfter: „Ich bin froh, dass ich schon so alt bin, dann brauche ich diesen Mist nicht mehr lange zu ertragen.“
Wie lange will sich die jüngere Generation eigentlich die Zerstörung unserer Umwelt noch gefallen lassen?
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/bleibt-landschaftsschutz-auf-der-strecke-aid-1.4585268

Viersener Kommunalpolitik braucht eine Wende!

Trotz der Viersener Politik, allen Wünschen profitorientierter Unternehmen nachzukommen, ist diese Politik nicht in der Lage die Abwanderung von multinationalen Konzernen aus Viersen zu stoppen. Da hilft keine freie Fahrt für LKWs vom Logistikzentrum Kaiser’s Tengelman durch die Bachstraße – Beckersweg und die Verhinderung einer 30 km/h Zone an der Albert-Schweitzer Grundschule. Auch die paar Wildunfälle auf dieser Strecke werden als Bagatellen in Kauf genommen.
Natur, Umwelt und Denkmäler werden für eine Schneise durch Viersen geopfert. Trotzdem wird Viersen nicht der Nabel der Welt werden.
Wann besinnen sich unsere Politiker endlich darauf, den verbleibenden Rest dieser noch liebenswerten Stadt zu erhalten? Mit den jetzigen Köpfen ist dies wohl nicht zu erreichen.
Deshalb brauchen wir einen Politikwechsel bei der nächsten Bürgermeisterwahl am 13. September 2015.
Dieser Wechsel wird nicht möglich mit den zur Zeit im Gespräch befindlichen Kandidaten der etablierten Parteien.

Verkauf von Kaiser’s Tengelmann – RP vom 08.10.2014

Foto: Die Rheinische Post widmet in ihrer heutige Ausgabe drei Artikel dem Thema Verkauf von Kaiser's Tengelmann an EDEKA.<br />
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/kaiser-s-tengelmann-soll-an-edeka-gehen-aid-1.4580281<br />
http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/tengelmann-verkauft-kaiser-s-an-edeka-aid-1.4578760<br />
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/kaisers-schliesst-neun-filialen-am-niederrhein-aid-1.4221512

 

Vorwort „Viersen Aktuell“ Ausgabe August 2012

Die Werbung unseres Bürgermeisters für den Baumarkt an der Kölnischen Straße und den Tengelmann Konzern gibt sein Vorwort aus „Viersen Aktuell“ vom August 2012 wieder.
Mit schönen Worten und Steuergeldern hält man einen internationalen Konzern nicht am Ort.
Wie lange wird es dauern, bis auch der Baumarkt an der Kölnischen Straße seine Pforten schließt?
Dann können ja die Skater die Halle für ihre sportlichen Übungen nutzen.

viersen-aktuell

Tengelmann verkauft Supermärkte an EDEKA – www.ntv.de

Um Kaisers-Tengelmann in Viersen zu halten hat unser Bürgermeister Thönnessen die Planungsarbeiten beim Bau des Baumarkts an der Kölnischen Straße finanziert. Das war eine reine Verschwendung unserer Steuermittel.
Über die Höhe der Unterstützung hat der BM keine Auskunft erteilt, da die Auftragsvergaben nach unserer Anfrage über die Grundstücksmarketingsgesellschaft (GMG) abgewickelt wurden. Die GMG ist über das Informationsfreiheitsgesetz nicht auskunftspflichtig. Immerhin wurden 10 Gutachten bezahlt. Da kommt eine schöne Summe von einigen 100 000 EURO zusammen.
Aber mit dem Geld des Steuerzahlers kann man so etwas ja leicht bezahlen.
Und zugestimmt haben CDU, SPD, FDP und FürVIE in geheimer Abstimmung, damit sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.
Es wird Zeit, das sich in Viersen etwas ändert. Die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr gibt uns eine gute Chance einen parteilosen Bürgermeister zu wählen!!

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Edeka-uebernimmt-Tengelmann-Supermaerkte-article13736076.html