Interessante Sitzungswoche der Gremien der Stadt Viersen

In der kommenden Woche gibt es drei interessante Sitzungstermine im Forum.
1. Am Dienstag den 30.08.2016 um 17 Uhr im Lambersart-Zimmer im Forum: Kultur- und Partnerschaftsausschuss mit der Frage des Kreisarchivs. Jetzt soll dieser Ausschuss nur eine Empfehlung abgeben, der Stadtrat endscheidet dann am 06.09.2016.
2. Haupt- und Finanzausschuss am gleichen Tag um 18 Uhr im Forum. Auf der Tagesordnung steht u.a. der Jahresbericht der GMG. Ob der wieder Arbeitsplätze enthält, die noch nicht realisiert wurden???
3. Der Höhepunkt der Woche: STEP am 01.09.2016 um 18 Uhr im Forum. Es werden wohl viele Zuschauer erwartet.
Interessant wird die Frage, ob es Herrn Aach gelingen wird für seine ablehnende Haltung zur Logistikhalle von Reuter seine Ratskollegen hinter sich zu bringen???
Macke01

Drei Artikel zum Thema Kreisarchiv – RP vom 24.08.2016

Die Rheinische Post widmet heute drei Artikel der Frage des neuen Kreisarchivs. Die Stadtverwaltung ist zurückhaltend und plädiert erst einmal für den Erhalt des Stadtarchivs, zumindest solange die Kosten für das neue Kreisarchiv nicht bekannt sind. Für mich völlig unverständlich, dass ein Zuwendungsgeber hier keine klare Auflage macht um langfrisitg Kosten zu sparen und für die Förderung des Baus des Kreisarchivs eine Zusammenlegung aller Archive fordert. Auch so kann man mit Fördermitteln Steuergelder verschwenden!
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/stadtverwaltung-will-archiv-halten-aid-1.6209973

Der zweite Artikel zum Kreisarchiv beinhaltet ein Interview mit Landrat Dr. Coenen. Er scheint den Städten Viersen und Willich goldene Brücken zu bauen, um alle ins Boot zu bekommen.
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/landrat-will-das-kreisarchiv-in-viersen-bauen-aid-1.6210036

Im dritten Artikel äußert sich Herr Pauly als Vorsitzender des Heimatvereins. Versprechungen des Kreises scheinen ihm jetzt das Kreisarchiv schmackhaft gemacht zu haben, obwohl er sich erst kürzlich für den Erhalt des Stadtarchiv stark gemacht hat. Hoffentlich kommt diese Einsicht nicht zu spät.
Am 30.08.2016 behandelt der Kultur- und Partnerschaftsausschuss dieses Thema. Sollte man hingehen, kann spannend werden.
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/was-der-heimatverein-ueber-die-archiv-neubauplaene-denkt-aid-1.6210034

Alternativlose Planung im Umfeld der Josefskirche und der stadtökologische Lehrpfad in Dülken

Hält sich die Stadt Viersen nicht an die von ihr unterstützten Projekte und deren Aussagen?
Wohl kaum, denn sonst wäre der Entwurf für das Umfeld und insbesondere auch die Parkplätze der Josefskirche anders ausgefallen.
Das Schild befindet sich in Dülken auf dem Wilhelm Cornelissen Platz, der als abschreckendes Beispiel noch immer mit einer geschlossenen Asphaltdecke versiegelt ist. Das Schild ist Teil eines stadtökologischen Lehrpfades, der von der Stadt Viersen und der RWE Umwelt unterstützt wurde (damals war Frau Hammes Bürgermeisterin).
Was das mit den Planungen des Umfeldes der Josefskirche zu tun hat? Dort will man das Umfeld und die Parkplätze (bisher Schotterparkplatz) ebenfalls versiegeln. Angeblich gibt es keine Alternative. Also mal wieder alternativlos??
Bodenversiegelung Bodenversiegelung-02

Die Informationen zur Regionalplanänderung sind teilweise falsch oder unvollständig

Die in der RP veröffentlichten Informationen des sachkundigen Bürgers des Regionalrates und Vorsitzenden der CDU Kreistagsfraktion Michael Aach sind teilweise falsch und unvollständig.
1. Der Planentwurf des Regionalplans kann nicht in den Planungsämtern der Kommunen eingesehen werden, zumindest nicht im Planungsamt der Stadt Viersen sondern im Planungsamt des Kreises Viersen.
2. Der Regionalplanentwurf ist natürlich auch im Internet zu finden. Diese Information fehlt völlig.
Deshalb hier der Link:
http://www.brd.nrw.de/plane…/regionalplan/rpd_2e_062016.html
Dann kann man in den Blättern 13, 17 und 18 die für Viersen relevanten Änderungen nachlesen.

Bebauungspläne liegen aus

Die Planungsunterlagen für die Bebauung „Brüsseler Allee/Güterstraße“ und „ehemaliges Süchtelner Höhenbad“ liegen ab Montag, dem 08. August 2016 im Rathaus Bahnhofstraße zur Einsicht und Stellungnahme durch die Bevölkerung aus.
Wer Bedenken oder Anregungen zu diesen Bebauungen hat, der hat jetzt die Möglichkeit diese in schriftlicher Form geltend zu machen.

https://www.viersen.de/de/mitteilung/plaene-liegen-aus-2016-08/
In die Mitteilung der Stadt Viersen hat sich ein Freudscher Fehler eingeschlichen, heißt es dort doch Baupleitpläne. Nomen est omen????
Bauleitplaene

Der Schreibfehler wurde heute (01.08.16) korrigiert. In diesem Zusammenhang wäre zu überlegen, ob nicht in Viersen die Bauleitpläne besser in Bauleidpläne umbenannt werden sollten, schließlich verursachen diese Pläne für die Bürger und insbesondere die Anlieger häufig viel Leid.

Kleine Nachlese zur Bürgerinformation zur Umgestaltung des Umfeldes der Josefskirche

Die Bürgerinformation zur Umgestaltung des Umfeldes der Josefskirche zeigte auf, dass die aus den wenigen Fragebögen entnommenen Meinungen keinesfalls als repräsentativ angesehen werden können. Es kam viel Kritik zum Ausdruck:

– Erhalt der alten Bäume als wichtige Träger des Mikroklimas
– Versiegelung einer großen Fläche
– Neuanlage der Parkplätze, die zu einer Verringerung der Anzahl der Parkplätze führt, trotz Fällung der Pyramidenpappel
– Einsatz von Steuergeldern zur Umgestaltung einer privaten Fläche (Fläche der Kirche)
– Gestaltung der Rampe
– Gestaltung der Parkplätze mit Wabensteinen

Frau Kamper versprach die Vorschläge zu prüfen und für den Erhalt der Bäume einen Gutachter einzusetzen. Die Vergabe an den Gutachter erfordert die Ausschreibung. Ob die Auswahl öffentlich zugänglich gemacht wird nach Informationsfreiheitsgesetz???

Öffentliche Fördergelder dürfen nur nach dem Grundsatz der Notwendigkeit vergeben werden. Hat die Kirche nicht bereits geplant mit eigenen Mitteln tätig zu werden? Wer öffentliche Gelder in Anspruch nimmt, muss sich derartige Nachfragen gefallen lassen und kann nicht sagen, dass dies die Öffentlichkeit nichts angeht (so geschehen in der Bürgerinformation).

Hier die Stellungnahme des Viersen-Stadtmagazin:

„Umgestaltung: Ja! – Mit Steuergeldern: Nein!“
Mehr contra als pro bei der Bürgerinformation zur Umgestaltung der Viersener Josefskirche, denn die private Fläche der Kirche soll mit Steuergeldern saniert werden

Um die Umgestaltung des Umfeldes ging es heute Abend im MMK-Haus. Viele Plätze waren leer geblieben. Ein Anwohner berichtete, dass einige nach der „bürokratisch wertvollen“ Umfrage im März der Stadt, bei nur 90 Rückläufer die Stadt erreicht hatten, bereits jetzt keine Lust mehr hätten sich zu beteiligen, ein anderer Anwohner bemängelte den extrem ungünstig gelegten Zeitpunkt in den Sommerferien.
Die Anwohner bemängelten vor allen Dingen die Parkplatzsituation, das ungepflegte Umfeld und die Aufenthaltsmöglichkeiten.
Das soll nun durch die Fördermöglichkeit des Projektes der sozialen Stadt abgeändert werden. Moment, Fördermöglichkeit? Also Steuergelder? Tuscheln und Kopfschütteln in der hinteren Reihe, denn schließlich soll die Umgestaltung der Fläche, die der Kirche gehört zu 80 % vom Land – von Geldern der Steuerzahler und nur zu 20 % von der Kirche selbst finanziert werden. Darin nicht enthalten sind die Kosten für neue Parkplätze. Gelder, die die Stadt dann aufbringen muss. „Eine Unverschämtheit“, sagte eine Bewohnerin der Südstadt nach der Veranstaltung. „Die Umgestaltung ist Geschmackssache, mir gefällt sie nicht, aber es ist eine Unverschämtheit, dass Stadt und Kirche meinen sie könnten unsere Steuergelder verschwenden für die Gestaltung einer privaten Fläche. Kann ich meinen Garten dann auch dort anmelden? Das ist ein Fall für den Bund der Steuerzahler!“

Der aktuelle Planungsentwurf zeigt eine „zurückhaltende, schlichte Gestaltung auf um der Kirche mehr Raum zu geben“, erklärt das Planungsteam der Verwaltung. „Kalt und grau“, übersetzt ein Besucher diese Aussage. Tatsächlich, die Planungen sind modern, glatte Platten, klare Linien, erneute Versiegelung entgegen der aktuellen Tendenzen im städtebaulichen Bereich. 2018 soll es losgehen und den Eingang zur Südstadt aufwerten. Selbst Mitglieder der Gemeinde stießen sich an der völlig überdimensionalen Rampe und an dem geplanten Bodenbelag, der die neu-gotische Kirche umfassen soll. „Bisherige Wünsche wurden nicht in der aktuellen Planung berücksichtigt“, sagt ein weiterer Besucher. Nur zaghaft kommen positive Meldungen zur Umgestaltung, der größere Teil der Zuhörer, den es heute zu der Bürgerversammlung getrieben hat, ist mit den Plänen unzufrieden. Das beginnt mit der Finanzierung, läuft weiter über die Gestaltung und endet mit der Tatsache, dass großgewachsene Bäume weichen müssen, weil sie jetzt für die Ideen der Architekten am falschen Platz stehen.

Streit um Rückschnitt von alten Bäumen – RP vom 27.07.2016

Die Rheinische Post veröffentlicht im Vorfeld der morgigen Bürgerinformationsveranstaltung zur Umgestaltung des Umfeldes der Josefskirche einen Artikel mit dem Titel „Streit um Rückschnitt von alten Bäumen“.

Der geneigte Leser dieser Zeitung ist es gewohnt, dass Grammatik und Rechtschreibung in dieser Zeitung nicht besonders gepflegt werden. Jetzt hat Frau Buschkamp mit diesem Artikel den Vogel abgeschossen. Die Zusammenhänge und Fakten werden im Artikel so miteinander vermischt, dass der Eindruck entstehen muss, dass die Forderungen von BUND und BIVH unberechtigt sind. Wesentliche Kritikpunkte wurden außer Betracht gelassen oder in einem falschen Zusammenhang gestellt.

Richtig ist, dass BUND und BIVH mit der Stadtverwaltung in mehreren Gesprächen versucht haben sich für den Erhalt von drei Linden und einer Pyramidenpappel einzusetzen. Im Rahmen dieser Gespräche kam es zu verbalen Entgleisungen eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung für die sich Frau Kamper entschuldigt hat.

Besagter Mitarbeiter hat sich zwar als Nichtfachmann im Bezug auf Bäume vorgestellt, anschließend jedoch behauptet, dass der Stammbewuchs an drei Linden ein Krankheitsbild darstelle. Vom BUND wurde auf die Schutzfunktion solcher Stammaustriebe hingewiesen, womit der Baum sich vor zu starker Sonneneinstrahlung am Stamm schützt. Dies wurde von besagtem Mitarbeiter heftig bestritten. Wenige Tage nach dem Gespräch zeigten die Linden den im Foto dargestellten „Pflegezustand“.

Nach Darstellung von Frau Buschkamp sollen „die Äste so lang gewesen sein, dass sie bereits mit dem Gehölz verbunden waren“. Was diese Aussage bewirken soll ist unverständlich, Äste sind immer mit dem Gehölz verbunden. Andernfalls handelt es sich um Totholz, wenn keine Verbindung mehr besteht.

Der Rückschnitt des Stammbewuchses hat nichts mit möglicher Verkehrsgefährdung anderer Bäume zu tun.

Aussagen von Stadtsprecher Schliffke sind mit Vorsicht zu behandeln. Hat er nicht erst kürzlich behauptet, dass die Förderprogramme (MOF 3 zur Modernisierung von Bahnhöfen) nicht passen würden? Die BIVH hat festgestellt, dass diese Aussage nicht stimmt. Die BIVH glaubt auch nicht, dass der Stammauswuchs zur Beschwerde von Kindergarten-Eltern geführt hat. Die dünnen und kurzen Äste des Stammauswuchses der Linden stellen keine Verkehrsgefährdung dar.

Die „Pflegemaßnahme“ zur Beseitigung des Stammbewuchses stellt vielmehr eine starke unnötige Beschädigung einer Linde dar. Dies lässt starke Zweifel an der fachgerechten Baumpflege durch die Kirche aufkommen. Wer gewährleistet eigentlich die fachgerechte Pflege des Grüns nach der Umgestaltung? Sollen dafür unsere Steuergelder zur Verfügung gestellt werden?

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/streit-um-rueckschnitt-von-alten-baeumen-aid-1.6144704

Baumpflege02