Erneuter Umweltskandal in Viersen

Bereits im Juni 2020 wurde in den Regenwassergraben am Schanzweg Schmutzwasser eingeleitet. Nach Information der unteren Naturschutzbehörde wurde damals der Verursacher ermittelt.
Jetzt wurde dort erneut die Einleitung von Schmutzwasser festgestellt. Die untere Naturschutzbehörde des Kreises wurde von uns informiert. Dazu wurde uns von dort mitgeteilt:
„Es wurde ein gemeinsamer Ortstermin mit dem zuständigen Wasser- und Bodenverband sowie einem Vertreter der NEW durchgeführt. Eine mögliche Fehleinleitung konnte lokalisiert werden und wird weitergehend durch die Stadt Viersen und die NEW überprüft werden.“
Im letzten Jahr wurde die Verschmutzung durch Spülen mit Frischwasser entfernt. Dieses Jahr wurde noch kein Frischwasser zur Reinigung eingelassen. Der hygienische Zustand nimmt dort „mittelalterliche Züge“ an.
 

Plakataktion Viersen blüht auf

Die Verschönerung und Aktivierung der Stadt Viersen durch die Aktion Viersen blüht auf, wird von der Bürgerinitiative Viersen-Hamm e.V. begrüßt.
Aber die begleitende Plakatkampagne ist in Zeiten der Digitalisierung so etwas von daneben, dass man nicht glauben kann, dass so etwas in Zeiten des Klimaschutzes noch möglich ist, zumal von einer dem Umweltschutz verpflichteten öffentlichen Einrichtung.
Die Hauptverkehrsstraßen in Viersen sind mit vielen Hundert Plakaten der Kampagne gepflastert. Das ist kein Neuanfang, sondern der Rückfall in Zeiten, in denen Umweltschutz noch keinen Vorrang hatte. Plakatwerbung ist im Zeitalter der Digitalisierung völlig fehl am Platz, da hierdurch Ressourcen verschwendet werden und die Plakate letztlich auf dem Müll landen.
Wen sollen diese Plakate überhaupt ansprechen? Wozu sollen diese Plakate denn dienen? Die Beschriftung ist teilweise so klein, dass sie vom vorbeifahrenden Auto kaum gelesen werden kann. Sinn und Zweck der Plakataktion ist damit äußerst zweifelhaft.
Das Geld für diese Aktion hätte man besser für die Unterstützung des notleidenden Einzelhandels verwenden sollen.
 
 

Das Hochwasserrückhaltebecken an der Bachstraße

Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB4) an der Bachstraße ist gut gefüllt und hat somit seine Funktion gut erfüllt.
Der Weg entlang des Beckens ist überflutet. Der Ablauf wurde so geregelt, dass das Becken ein Maximum an Wasser zurückhält.
Allerdings sind die Regenmengen über Viersen auch geringer gewesen als in der Eifel. Davon blieben wir diesmal noch verschont.

Das Projekt SEVAS

Heute wirbt die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite mit den Vorzügen des Projektes „SEVAS“. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat jetzt das Projekt „Sevas“ mit dem „Deutschen Mobilitätspreis 2021“ ausgezeichnet. Die Stadt Viersen nimmt seit 2015 daran teil. Das NRW-weite Projekt steht für „Software zur Eingabe, Verwaltung und Ausspielung von Vorrangrouten und Restriktionen im Schwerlastverkehr (Sevas)“.

https://www.viersen.de/…/stadtvertraegliche-lkw-software/

Was allerdings nicht in dem Artikel erwähnt wird, ist die Tatsache, dass durch dieses Programm die sinnvolle Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 im ersten Teil der Bachstraße zwischen Freiheitsstraße und Neuwerkerstraße verhindert wird. Die Bachstraße gehört zu den LKW-Vorrangrouten des Projektes SEVAS. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 wird dadurch ausgeschlossen. Freie Fahrt für große LKWs lautet die Devise. Damit ist die Albert-Schweitzer-Grundschule in Viersen-Hamm die einzige Grundschule in Viersen, die nicht rundum durch Tempo 30 abgesichert ist. Argumentiert wurde seinerzeit allerdings mit der Ausrede, dass die Albert-Schweitzer-Grundschule keinen Zugang zur Bachstraße hätte, was nachweislich falsch ist. Jetzt wird auch noch die Albert-Schweitzer-Grundschule zur OGS erweitert. Dadurch werden noch mehr Schüler die Bachstraße queren müssen auf ihrem Weg zur und von der Schule. Müssen wir warten, bis ein Kind zu Schaden kommt, bis diese uneinsichtige Regelung geändert wird?

Dies soll kein Zugang zur Albert Schweitzer Grundschule sein.

Der Personentunnel im Viersener Bahnhof

Vor 20 Monaten (im Oktober 2019) wurde die Renovierung des Personentunnels im Viersener Bahnhof abgeschlossen.

Gestern habe ich nach längerer Pause wieder einmal den Viersener Bahnhof besucht und mir den Personentunnel angeschaut. Es war doch sehr bedrückend, was sich dort zeigte. Nicht nur die Farbe blätterte an vielen Stellen großflächig ab. Dies wird wahrscheinlich durch die eindringende Feuchtigkeit verursacht sein. Auch die Schmierereien an den Wänden hatten seit meinem letzten Besuch drastisch zugenommen.

Anbei eine kleine Bilderserie, die diesen schlimmen Zustand dokumentiert.

Wir haben die 3 S Zentrale in Düsseldorf über den Zustand informiert. Bezüglich der Sauberkeit (abblätternde Farbe, Graffitis) soll kurzfristig Abhilfe geschaffen werden.

Wir bleiben dran, da der Bahnhof ein Eingangstor zur Stadt ist.

Wie steht es um den Denkmalschutz der Hammer Schanze?

Nach 2 ½ Wochen habe ich am 15.05.2021 eine Antwort auf meine Frage zum Stand der Unterschutzstellung der Hammer Schanze erhalten.
Nach Ansicht der Verwaltung ist keine Eile erforderlich für den Abschluss der Unterschutzstellung. Kopie des Briefes anbei.
Wenn die Stadtverwaltung die Hammer Schanze wirklich unter Schutz stellen wollte, hätte sie dies längst tun können. Schließlich wurde ein kurzfristiger Abschluss des Verfahrens bereits am 01.12.2020 von der Baudezernentin versprochen.

Bereits mit Schreiben vom 22.08.2016 wurde vom Landesamt für Denkmalpflege im Rheinland die Eintragung der Hammer Schanze als Baudenkmal gemäß § 3 DSchG NRW beantragt.
Für die zögerliche Haltung der Stadt Viersen kann es nur einen Grund geben, nämlich dass die Stadt Viersen an der Umsetzung des Denkmalschutzes nicht interessiert ist.

An den Gebäuden sind laut Aussagen der Anwohner der Hammer Schanze seit mehr als 20 Jahren keinerlei Unterhaltungsmassnahmen durchgeführt worden. Will man so lange warten und die Gebäude dem Verfall preisgeben, dass bei entsprechendem Bauzustand nur noch ein Abriss zu vertreten ist?
Immerhin ist man sogar mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der Dinsing Ofenfabrik so verfahren. Näheres dazu unter:

http://www.bi-viersen-hamm.de/wieder-einmal-verschwindet-ein-stueck-des-alten-viersen/

Dort finden Sie auch eine Liste der Denkmalsünden der Stadt Viersen.

 

Fassade des Kontorgebäudes der Ofenfabrik Dinsing im Februar 2019
Ruine des Kontorgebäudes der Dinsing Ofenfabrik im Mai 2021 über 2 Jahre nach dem Abriss.

Unglaublich oder kaum zu glauben, die untere Naturschutzbehörde im „Einsatz“

Wie aus mehreren Quellen zu erfahren, ist die untere Naturschutzbehörde gegen die ehrenamtliche Wildtierhilfe „Felle und Federn“ mit einer Hausdurchsuchung vorgegangen. Der Wildtierhilfe wird vorgeworfen, unerlaubt Wildtiere aufgenommen zu haben und nicht artgerecht gehalten zu haben.

Nach den Erfahrungen der Bürgerinitiative Viersen-Hamm e.V. (BIVH) ist der gesamte Vorgang völlig unverständlich. Als die BIVH im letzten Jahr an die untere Naturschutzbehörde beim Trockenfallen des Hammer Baches herangetreten ist und um Hilfe für die Süßwassermuscheln gebeten hat, die im trockenen Bachbett verendeten, bekamen wir als erstes die Information die Behörde sei nicht zuständig und man verwies uns an den Wasser- und Bodenverband der mittleren Niers. Dieser konnte nicht tätig werden, da ihm durch die untere Naturschutzbehörde untersagt wurde, den Grund für das Trockenfallen – nämlich die Biberdämme – in jeglicher Weise zu stören. Erst als wir bereits hunderte von Süßwassermuscheln in die Rückhaltebecken transportiert hatten, kam eine Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde und wollte uns unser Engagement verbieten. Nach kurzer Diskussion konnten wir sie überzeugen, dass in dem Bachbett nur Kies vorhanden war und die Muscheln sich nicht eingraben konnten. Daraufhin unterstützte uns die Mitarbeiterin und registrierte die Muscheln nach Art und Anzahl, bevor wir sie ins Rückhaltebecken setzten. Mit der Statistik wollte sie dann wohl im eigenen Haus auch noch glänzen?

Aber dies ist nicht der einzige Fall, in dem sich die untere Naturschutzbehörde als Hindernis im Schutz von Wildtieren erwies. Als eine Wildgans am Hammer Rückhaltebecken durch eine Angelschnur verletzt war, verwies man uns an den nächsten Tierarzt, mit dem Hinweis die Kosten hätten wir zu tragen.

Ein Anruf bei der Viersener Feuerwehr verwies uns dann an diverse Wildtierhilfen. „Felle und Federn“ hat dann das Problem kurzfristig gelöst. Und das war kein Einzelfall. Auch Enton – eine verletzte Ente am Hammer Rückhaltebecken – wurde von „Felle und Federn“ versorgt und tierärztlich behandelt. Die Kosten hat die BIVH übernommen.

Kann es sein, dass das beherzte Handeln von „Felle und Federn“ bei der unteren Naturschutzbehörde Missfallen erzeugte, da der Behörde die eigene Unfähigkeit aufgezeigt wurde??

Hier sollte der Herr Landrat sich um eine praxisorientierte Lösung für derartige Fälle kümmern, anstatt ehrenamtliche erfolgreiche Hilfe mit seiner behördlichen Gewalt zum Erliegen zu bringen.

Enton in Pflege bei „Felle und Federn“

Kleine Nachlese zur Ratssitzung am 02.03.2021

Die Bürgerinitiative Viersen-Hamm e.V. hatte im Rahmen der Einwohnerfragestunde auf zwei Förderprogramme hingewiesen, bei denen die Fördermittel nur sehr zögerlich abfließen. Die Frage war, hat die Stadt Viersen Förderanträge gestellt oder nicht.
 
1. Förderung zusätzlicher Schulbusse, um in Corona-Zeiten kein Gedränge in den Schulbussen aufkommen zu lassen. Die Stadt Viersen hat nach Aussage der Bürgermeisterin alles vorbereitet, um nach der Öffnung der Schulen entsprechende Anträge einreichen zu können.
 
2. Förderung von Straßenbaubeiträgen. Hier antwortete die technische Beigeordnete Frau Fritzsche, dass eine Antragstellung erst möglich ist, wenn die jeweiligen Kosten bekannt sind. Dann wird die Stadt entsprechende Anträge stellen.
Anmerkung BIVH: Da für die Förderung der Straßenbaubeiträge nur eine begrenzte Summe verfügbar ist, kann es passieren, dass im Falle der Beantragung keine ausreichenden Fördermittel mehr vorhanden sind. Dann wird weniger oder gar nichts gezahlt. Ein Rechtsanspruch auf Förderung gibt es nicht. Die Anwohner sind dann die Benachteiligten.

Im Rahmen der weiteren Tagesordnung kam es zur geheimen Abstimmung über 1,5 zusätzliche Stellen für die Presseabteilung im Geschäftsbereich der Bürgermeisterin.
Die Abstimmung ergab eine knappe Mehrheit gegen die Ausweitung des Stellenplans der Pressestelle.
 
Eine erneute herbe Abstimmungsniederlage gegen das Votum der Bürgermeisterin.
 
Eine weitere längliche Diskussion gab es unter Punkt Verschiedenes. Frau Pietsch von den Linken beschwerte sich, dass eine Anfrage der Linken von der Verwaltung nicht als Anfrage bearbeitet wird, sondern als Antrag im zweistufigen Verfahren. Damit wird ein Kontrollinstrument der Politik durch dieses Verhalten zum Rohrkrepierer gemacht. Das Missverständnis war wohl dadurch zustande gekommen, dass die Anfrage mit Antrag überschrieben war. Inhaltlich bezogen sich die Fragen der Anfrage auf das Bauvorhaben vom Landrat im Ninive.
 
Die technische Beigeordnete versprach eine Beantwortung der Fragen in der nächsten Ratssitzung am Dienstag, den 09.03.2021 um 17 Uhr in der Festhalle.
 
Da die Tagesordnung bisher nur einen öffentlichen Teil vorsieht, könnte es spannend werden in der öffentlichen Sitzung.
 
 
Ist möglicherweise ein Bild von außen