Die Freude über den renovierten Bahnhofstunnel war verfrüht.

Bereits 24 Stunden nach Fertigstellung waren die ersten Schäden sichtbar.
Auf den ersten Blick sah der Tunnel noch recht schön aus. Leider waren jedoch auf Höhe von Gleis 4 links und rechts die Wände durch eindringendes Regenwasser bereits verschmutzt.
Wahrscheinlich wird hier die Sanierung noch aufwendiger als ursprünglich angenommen, da das Regenwasser nicht nur durch die Decke sondern auch durch die Wand in den Tunnel eindringt.
Die Deutsche Bahn wurde von uns über diesen traurigen Zustand bereits informiert.

 

Der Personentunnel wird endlich vollständig renoviert.

Vor mehr als 4 Jahren hatte die BIVH bereits den Zustand des Personentunnels beklagt und sich an die Deutsche Bahn gewendet. Mehr als eine Grundreinigung war damals nicht zu erreichen.

http://www.bi-viersen-hamm.de/bahnhof-viersen-vorne-hui-und-hinten-pfui/

Unsere Anträge an die Stadt wurden aufgrund der fehlenden Zuständigkeit zurückgewiesen. Allerdings wurde die Notwendigkeit hier etwas zu tun bestätigt und die Verwaltung wurde beauftragt mit der Bahn diesbezüglich in Kontakt zu treten.

Nachdem im Frühjahr die Decken des Personentunnels renoviert wurden und Hinterglasmalerei den oberen Bereich des Tunnels verzierte, sind jetzt die Arbeiten zur Renovierung der Seitenwände und Aufgänge zu den Gleisen in Arbeit. Selbst heute am Sonntag waren die Maler fleißig und brachten eine weitere Farbschicht auf die Wände.

Hoffen wir, dass nach dem Motto: „Was länge währt, wird endlich gut“, der Zustand des Tunnels auch so bleibt. Jede Schmiererei sollte sofort der Bahn (Herr Post, Tel.: 0211 3680 3653) gemeldet werden, damit dies umgehend entfernt werden kann.

Auch im Außenbereich gab es neue Farbe.

Studie zur S28

Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen am 17.09.2019 wurde die Studie zur Westverlängerung der S 28 vorgestellt.
Eine zweite Vorstellung dieser Studie erfolgt am Dienstag, dem 24.09.2019 um 17.00 Uhr im Rahmen einer Sondersitzung des STEP der Stadt Viersen. Sitzungsraum: Cambridgeshire Zimmer.
Das Büro Planersocietät aus Dortmund hat eine Studie zu den verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Vorteilen der Westverlängerung der Regiobahn (S28) erstellt.
Die RP berichtete bereits über die Vorteile auch für die Stadt Mönchengladbach, die bisher der Westverlängerung nicht zugestimmt hat. Die Trasse führt über 2500 m über das Stadtgebiet von Mönchengladbach und im entsprechenden Stadtteil werden Lärmbelästigungen befürchtet.
https://rp-online.de/…/moenchengladbach-cdu-spd-gruene-und-…

 

Viersener Windpark kann gebaut werden.

Viersener Windpark kann gebaut werden.
https://www1.wdr.de/…/rhei…/viersen-windpark-urteil-100.html
Die Privilegierung der Windenergie hat sich in diesem Fall durchgesetzt. Trotzdem hat in 2019 die Anzahl der neu gebauten Windkraftanlagen einen dramatischen Einbruch erlitten. Jetzt rächt es sich, dass Deutschland zu 100 % auf erneuerbare Energieträger gesetzt hat und andere Technologien zur CO2 Reduzierung außer Acht gelassen hat. So werden wir die Klimaziele nicht erreichen.

 

E-Mobilität – Bericht der ARD

Interessanter Bericht der ARD über E-Mobilität und die Folgen für die Umwelt. Hoffentlich wird nicht wieder wie auch bei der Einführung des Katalysators oder der regenerativen Energietechnologien von der Politik eine technologische Problemlösung vorgeschrieben. Warum gibt man nicht Grenzwerte vor und überlässt es den Technologen mit unterschiedlichen Lösungen am Markt miteinander zu konkurrieren?
Hier der Bericht zur E-Mobilität:
https://www.daserste.de/…/kann-das-elektro-auto-die-umwelt-…

 

Kleine Nachlese zur STEP Sitzung am 17.09.2019

Die wichtigen Tagesordnungspunkte waren der Antrag der Grünen die 1. Ergänzung des Regionalplanes im Wesentlichen abzulehnen und die Stellungnahme der Stadtverwaltung zur 1. Ergänzung des Regionalplanes, der die Ergänzungen des Regionalplanes bis auf Fläche VIE_Vie_05 (Kaisers) in vollem Umfang zustimmte.
Diese Tagesordnungspunkte interessierten ca. 10 – 15 Zuhörer, eine für Ausschusssitzungen außergewöhnlich hohe Anzahl.
Die mündlichen Erläuterungen des Vertreters der Grünen waren sehr langatmig. Kurz gefasst hat er darauf abgehoben, dass zu Zeiten des Klimawandels die Neuversiegelung landwirtschaftlicher Flächen ein Tabu sein muss. Bezüglich der Argumentation des ökologischen Wertes der Fläche VIE_Vie_03b bediente er sich der Argumente der BIVH, dass dort ein Trockenbiotop vorhanden sei, dass sowohl durch das Bundesnaturschutzgesetz als auch durch das Landesnaturschutzgesetz geschützt sei.
Ungenutzte Altlasten sollten voranging vor einer Neuversiegelung genutzt werden. Eigentlich wurde erwartet, dass hier konkrete Altflächen benannt werden. Aber die waren von der BIVH im Internet noch nicht genannt worden, also blieb der Vertreter der Grünen hier eine Aufzählung schuldig.
Der Antrag der Grünen wurde leider mit großer Mehrheit abgelehnt, der Stellungnahme der Stadt wurde mit vergleichbarer Mehrheit zugestimmt. Die Linken enthielten sich der Stimme.
Bezüglich der in der Kritik stehenden Flächen, die für eine Bebauung vorgesehen werden sollen, führte die Baudezernentin aus, dass dies nur Potenzialflächen wären, die aus heutiger Sicht frühestens in 10-20 Jahren eventuell genutzt werden. Dem steht allerdings entgegen, dass die Flächen 03a und 03b in der Bewertung der Flächen durch die Bezirksregierung jeweils einen Punkt erhalten haben für den bestehenden Planungsstand. Fast alle anderen Flächen haben keine Punkte erhalten.
Im Rahmen der Diskussion wurde auch die Frage gestellt, ob die Entscheidung für die Bebauung der ausgewählten Flächen nicht gegen den Klimanotstand verstoßen würde. Herr Plöckes (SPD) wies darauf hin, dass die Verwaltung die Konsequenzen der Ausrufung des Klimanotstandes untersuchen und erläutern solle. Wenn das auf die anstehenden Entscheidung Einfluss hätte, wäre Viersen nahezu handlungsunfähig. Nein Herr Plöckes, da liegen Sie falsch, die Stadt Viersen könnte nur nicht mehr weiter auf Kosten der kommenden Generationen leben und für diese Generationen handeln.
Auf Nachfrage der BIVH bei der Bezirksregierung konnte der dortige Ansprechpartner keine schlüssige Erklärung für die große Diskrepanz zwischen der Bewertung der Fläche 03a (19,6 Punkte) und 06 (10,8 Punkte) hinsichtlich der Erreichbarkeit und verkehrlicher Gesichtspunkte geben. Diese Bewertung wäre durch ein Computerprogramm bestimmt worden. Der Abstand der Flächen zum Hauptbahnhof ginge u.a. auch darin ein. Der Abstand beträgt nach eigenen Recherchen jedoch fast identisch 1,8 km und 2,2 km. Daraus lässt sich wohl schwerlich nahezu eine Verdopplung der Bewertung erklären. Die Fläche 03a ist im Wesentlichen durch Wirtschaftswege erreichbar, hingegen die Fläche 06 liegt an der Ernst-Moritz-Arndt Straße. Ob man die Bewertungen versehentlich vertauscht hat?
Kann es sein, dass die Stadt gerne diese Flächen in Bauland ertüchtigen möchte, um die Stadtkasse zu füllen und die Abnahme bei dem Gewerbesteueraufkommen zu kompensieren? Das würde aber bedeuten das hier das Tafelsilber verscherbelt werden soll. Das darf auf keinen Fall geschehen. Noch ist kein Bauleitverfahren für diese Flächen eröffnet worden. Deshalb lässt die Gemeindeordnung ein Bürgerbegehren gegen eine Bebauung dieser Flächen zu.

Diese Flächen sollen bleiben wie sie sind!
Diese Flächen sollen bleiben wie sie sind!
Diese Flächen sollen bleiben wie sie sind!
Diese Flächen sollen bleiben wie sie sind!

Erste Änderung des Regionalplanes der Bezirksregierung Düsseldorf

Sowohl im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung der Stadt Viersen als auch im Ausschuss für Planung, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen steht der Entwurf der 1. Änderung des Regionalplanes am Dienstag, dem 17. September 2019 jeweils um 18 Uhr auf der Tagesordnung. Durch diese schlechte Abstimmung wird dem Bürger die Möglichkeit genommen, beide Veranstaltungen zu besuchen.
Ist dies Ausdruck der „guten“ Zusammenarbeit der Stadt Viersen und des Kreises Viersen auf diesem wichtigen Gebiet zukünftiger Bauplanung? Wohl kaum. Auch die intensive Information der Bevölkerung – wie durch die Bezirksregierung gefordert – wird so auf keinen Fall erreicht.
Immerhin geht es um mehrere Flächen von jeweils etwa 10 Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen, die für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen sind. Es handelt sich also nicht um sozialen Wohnungsbau.
Und dafür sollen wieder einmal landwirtschaftliche Flächen mit bestem Ackerboden versiegelt werden. Wie passt dies in die Notwendigkeiten von Umweltschutz und Klimawandel? Es passt überhaupt nicht. Insbesondere passt es nicht, wenn die Stadt Viersen sich den Luxus leistet im sozialen Wohnungsbau rund um den Bahnhof neue Wohngebäude mit nur 2-3 Geschossen zu bauen. Andere Kommunen nutzen den knappen Baugrund wesentlich intensiver und bauen entsprechend in die Höhe.
Außerdem sollten erst einmal die nicht genutzten Gewerbeflächen in Viersen umgewandelt werden. Die Fläche VIE_Vie_05 im ehemaligen Kaisersgelände wird von der Stadt abgelehnt. Vor ca. 5 Jahren wurde von der Verwaltung ein Bebauungsvorschlag für Wohnbebauung der Flächen durch Kaisers wohlwollend entgegengenommen.
Die Bewertung der Einzelflächen ist zudem zu bemängeln. Fläche 03a liegt im Wasserschutzgebiet Kategorie 3. Fläche 03b wird durch ein schutzwürdiges Trockenbiotop zerschnitten und steht unter Schutz des Bundesnaturschutzgesetz § 5 Absatz 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 21 Absatz 6 BNatSchG. Auch das Landesnaturschutzgesetz schützt diesen Bereich nach § 4 Abs. 1 Nr. 3 LNatSchG NRW. Auch eine Beeinträchtigung der angrenzenden Gebiete durch Bebauung ist verboten.
Der Entwurf der Stellungnahme der Stadt Viersen steht unter:
http://sessionnet.krz.de/viersen/bi/vo0050.asp?__kvonr=3444

Bitte kommen Sie zahlreich zu diesen Sitzungen, um durch Ihre Anwesenheit Ihrem Unmut über die zu erwartenden Beschlüsse Ausdruck zu verleihen. Allerdings sind Meinungsäußerungen nicht erlaubt, es sei denn Sie wollen die Arbeit der Bürgermeisterin mit Beifall unterstützen.

Trockenbiotop Kreuelsstraße Blickrichtung
Kölnische Straße in der Mitte der Fläche VIE_Vie_03b
Ein Paradies für Vögel und Kleintiere
Der Zugang ist durch einen Saum aus Brennesseln geschützt.

Windkraft am Ende?

Die Probleme bei der Errichtung neuer Windkraftanlagen zeigen deutlich, dass die Akzeptanz dieser Form der erneuerbaren Energieumwandlung bei breiten Kreisen der Bevölkerung immer stärker schwindet. Dies insbesondere, wenn Windkraftanlagen im Nahbereich der Kritiker errichtet werden sollen, da erhebliche Beeinträchtigungen (Schattenwurf, Infraschall, Zerstörung von Natur und Landschaftsbild) durch Bau und Betrieb derartiger Anlagen vorhanden sind.
Deutschland hat im Rahmen der als Energiewende bezeichneten Steuerung der Veränderung der Struktur der Energieumwandlung im Bereich der Stromerzeugung Argumenten, die ideologisch beheimatet sind, Vorrang vor technischer Machbarkeit und Vernunft gegeben.
Der weitere Ausbau der Windenergie an Land ist jetzt ins Stocken geraten, da aufgrund von Abstandsregelungen, Naturschutz und Sicherheitsauflagen des Flugverkehrs es immer schwieriger wird Flächen für den Bau von Windkraftanlagen zu erschließen.
Niedersachsens Umweltminister Lies (SPD) hat deshalb die Verringerung der Abstandsregeln und der Forderungen des Naturschutzes gefordert. Mehr dazu in einem Bericht des NDR unter:
https://www.ndr.de/…/Lies-ueber-Windenergie-Ohne-Impuls-dro…
Auch in unserer nächsten Nachbarschaft wird durch Urteile des OLG die Frage der Abstandsregelungen zu Gunsten der Errichtung von Windkraftanlagen ausgelegt.
Hierzu berichtet die Rheinische Post:
https://rp-online.de/…/die-windkraftplaene-der-gemeinde-nie…
Sowohl die Sicherstellung der Stromerzeugung ohne verstärkte Importe von Strom aus dem Ausland nach dem St. Florians Prinzip als auch der Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung scheinen sich in Deutschland zu einem immer größer werdenden Konflikt zu entwickeln. Dabei ist durch den Klimawandel dringend Handeln zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes erforderlich. Allgemein hört man vermehrt von Experten, dass alle Optionen der Energieumwandlung genutzt werden müssen. Allerdings wurde in Deutschland die Forschung im Bereich Kernenergie und Kohleverstromung bereits seit über 10 Jahren auf Null gefahren. Der Wissensstand im Bereich der Forschung und die industrielle Kapazität sind auf ein niedriges Niveau reduziert worden. Um diese Versäumnisse zu kompensieren wird sehr viel Zeit benötigt, die wir aber nicht haben. Jetzt rächt sich die einseitige Ausrichtung der Energieumwandlung auf Wind und Sonne.
Die Meinungshoheit grüner Energiepolitik lässt eine sachliche Diskussion zu diesem Thema schon lange nicht mehr zu. Grüne Ideologie hat in Deutschland Vorrang vor sachlicher Diskussion über Möglichkeiten der CO2 Vermeidung durch Kernkraft und CO2-freier Kohleverstromung, auf die weltweit andere Länder setzen. Die Fehler in der politischen Entscheidung wurden bereits in den 90ger Jahren getroffen, als zur Kohleverstromung reinen Abhitzekraftwerken der Vorzug gegenüber modernen Vergasungskraftwerken mit Gas-Dampfturbinentechnologie gegeben wurde.