Kampf dem Taubenkot

Am Dienstag wurde im Ausschuss für Ordnung- und Straßenverkehr auch die Problematik „Taubenkot“ diskutiert. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt die Tauben rund um den Remigiusbrunnen zu reduzieren um der Verschmutzungen Herr zu werden.
Nach Aussage der Verwaltung hat die untere Umweltbehörde des Kreises Vergrämungsmittel – wie sie am Insektenbrunnen eingesetzt worden sind – als bedenklich eingestuft, da auch andere Vögel Schaden nehmen können.
Als einziges Mittel gegen die wachsende Population wurde über ein Fütterungsverbot diskutiert. Am Remigiusbrunnen kann immer wieder beobachtet werden, dass ob bewusst oder unbewusst von Passanten Brotreste an die Tauben verfüttert werden. Die Bäckerei mit Außengastronomie wird auch ihren Einfluss auf das Füttern der Tauben haben.
Während von Frau Bieler auf die Gefährdung von Tauben als „Ratten der Lüfte“ hingewiesen wurde, kam als Gegenargument das Füttern der Tauben auf dem Markusplatz in Venedig.
Doch auch Venedig hat seine Probleme mit den Tauben. Ein Bericht des Magazins Focus erläutert, dass auch dort an ein Verbot des Fütterns der Tauben gedacht wird.
https://www.focus.de/reisen/italien/venedig_aid_133063.html

Bild: Focus online

Im Personentunnel des Viersener Bahnhofs soll sich etwas ändern.

Die Rheinische Post berichtet über die Zustände der Bahnhöfe in Viersen und Umgebung.

Die BIVH hatte bereits in 2015 eine Anregung gemäß § 24 GO NRW gestellt, um die Verbesserung des Personentunnels im Viersener Bahnhof anzuregen. Der Ausschuss wies diese Anregung zurück, verpflichtete die Verwaltung der Stadt Viersen jedoch mit der Deutschen Bahn bezüglich dieses Missstandes ins Gespräch zu kommen.

In der Folgezeit erreichte die BIVH, dass die DB Station & Service mehrmals eine Grundreinigung des Tunnels durchführte und abblätternde Farbreste beseitigte.

Nach nunmehr 4 Jahren berichtet die Rheinische Post über das Ergebnis der Gespräche zwischen der Stadt Viersen und der Deutschen Bahn. Der Personentunnel soll im April neu verputzt werden und im Mai sollen dann die Hinterglasmalereien von Emil Schult installiert werden. Die Gesamtkosten sollen von der Deutschen Bahn getragen werden.

Ähnliches hatte die Bürgermeisterin bereits zu einer Einwohnerfrage der BIVH in 2018 dargestellt, allerdings waren zu der Zeit die Gespräche mit der Bahn noch nicht abgeschlossen.

Warten wir die jetzt geplanten Arbeiten erst einmal ab. Es soll sich ja nur um eine Art Zwischenlösung handeln, bis der Personentunnel in der Zukunft (wann??) einer umfassenden Modernisierung unterzogen werden kann.

In Kaldenkirchen steht eine solche umfassende Modernisierung des Personentunnels an. Den entsprechenden Antrag hatte die Kaldenkirchener Verwaltung rechtzeitig gestellt, als in Viersen die Einweihung des Bahnhofsvorplatzes während der Bürgermeisterwahl gefeiert wurde.

Abschied von einem Teil des Hinsbecker Forsts

In seiner Präsentation in der Sitzung des Beirates der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen legte Herr Brockes, der Betreiber des Kletterparks, den Fokus für die Notwendigkeit eines Standortwechsels auf wirtschaftliche Gründe. Seit Inbetriebnahme des Kletterwaldes in Süchteln sind nach einer anfänglichen jährlichen Zunahme der Besucherzahlen, diese in den letzten Jahren um 50 % zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Kletterparks in Deutschland auf über 300 angewachsen. Warum ein weiterer Betrieb auf den Süchtelner Höhen nicht möglich sei, wurde nicht näher erörtert. Vielmehr wurden die Vorteile des neuen Standortes angepriesen, der quasi einen Großteil möglicher Besucher durch die Anwesenheit der Jugendherberge, des Feriendorfs und der Sportstätten bereits vor Ort hat. Auch die Kapazität der vorhandenen Parkplätze wäre durchaus ausreichend. Die vor Ort vorhandenen sanitären Einrichtungen würden durch den Kletterpark wieder in Betrieb genommen werden, so dass auch hierdurch eine Verbesserung erfolgt.
Die Beeinträchtigung und Schwächung des Waldes durch die Installation des Kletterparks mit Durchbohren der Stämme und Quetschung der Rinde, wurde in keiner Weise diskutiert oder von den Teilnehmern hinterfragt.
Letztlich wurde die Abstimmung mit großer Mehrheit für die Einschränkung des Landschaftsschutzes bei nur einer Gegenstimme beschlossen. Damit können wir uns auch hier von einem Teil des Hinsbecker Forstes in seiner jetzigen Naturbelassenheit demnächst verabschieden.
Selbst bei den nicht unerheblichen Anstrengungen durch die Städtischen Betriebe der Stadt Viersen und vieler freiwilliger Helfer nach dem Sturm Fredericke ist der Betreiber, der vorgibt ein „Wald-Konzept“ zu vertreten, nach unserer Ansicht letztlich nur an einer Gewinnoptimierung interessiert.
Derartige Beweggründe sollten nicht im Mittelpunkt für Entscheidungen gegen den Landschaftsschutz stehen.

Haben alle Bäume eine ausreichende Stärke für den Kletterwald? Werden auch hier Holzpfähle eingebaut werden müssen, um den Kletterwald zu realisieren?
Wieviele Bäume werden gefällt, um Platz für die Seilbahnen und Kletterwege zu schaffen?

Sitzung des Beirates der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen

In dieser Sitzung soll eine Befreiung eines Teils des Landschaftsschutzgebietes „Netteniederung und Hinsbecker Höhen“ gemäß § 67 Bundesnaturschutzgesetz beraten werden. In diesem Bereich soll ein neuer Kletterwald aufgebaut werden, nachdem der Kletterwald auf den Süchtelner Höhen durch Sturm Fredericke und anschließenden Borkenkäferbefall nicht länger aufrechterhalten werden kann (Ansicht des Betreibers).
Nicht diskutiert wird in der Sitzungsvorlage eine mögliche Beeinflussung der Schädigung des Waldes auf den Süchtelner Höhen durch die baumschädigende Montage des Kletterwaldes und daraus folgende Schwächung des Baumbestandes.
Zur Möglichkeit eines Alternativkonzeptes (Hochseilgarten) mit Holzpfeilern, die in den Boden eingelassen werden, heißt es in der Vorlage: „Durch die anhaltende Schädigung durch den Borkenkäfer sei allenfalls noch eine Nutzung als Hochseilgarten möglich. Dies würde bedeuten, dass Holz-Pfeiler den Baumbestand als Plattform-Befestigungen ersetzen müssten. Eine solche Alternative entspreche nicht dem Verständnis der Gesellschafter von einem integrierten Wald-Konzept und einem ressourcenschonenden Umgang mit der Natur.“
Was, bitte schön, ist an dem Konzept „Kletterwald“ ressourcenschonend? Wenn der Wald auf den Hinsbecker Höhen geschädigt ist, zieht doch der „Kletterwald“ erneut weiter.
Soll jetzt erneut ein Stück Wald in einem Landschaftsschutzgebiet für unsere Spaßgesellschaft geopfert werden? In der Argumentation der Kreisverwaltung wird auf die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Projektes hingewiesen und auf das bereits für die Freizeitnutzung mit Sportplatz, Jugendherberge und Erlebnisdorf stark genutzte Umfeld und die dadurch vorhandene Vorbelastung. Wenn dort der Kletterwald installiert wird, kann dieser dann durch die erweiterte „Vorbelastung“ für die nächste Erweiterung Richtung Norden argumentativ genutzt werden, um weitere Freizeiteinrichtungen zu installieren.
Auf diese Weise fällt ein Stück Natur nach der anderen dem Kommerz zum Opfer.
Wie lange wird sich der Kletterwald an diesem Standort halten? Wenn der Wald in der Hinsbecker Heide ausreichend geschädigt ist, wird man erneut weiterziehen. Es gibt ja immer wieder Kommunen, die nur nach den Steuereinnahmen schielen und dafür Natur opfern.
Die Stadt Viersen hat nicht nur der Erneuerung der Zufahrt zum Kletterwald Vorrang vor der Erneuerung des oberen Teils der Ernst-Moritz-Arndt Straße gegeben, sondern auch nicht unerhebliche Mittel zur Verfügung gestellt, um nach dem Sturm Fredericke die Sturmschäden zu beseitigen, und so die Basis zu schaffen, um den Kletterwald am alten Standort zu halten. Diese Investitionen erweisen sich jetzt als ziemlich nutzlos, um den Betreiber auf den Süchtelner Höhen zu halten.
Der Betreiber des Kletterwaldes besteht (siehe Vorlage des Kreises) auf einem Wald-Konzept und scheint nicht bereit zu sein Konzessionen in Richtung Hochseilgarten zu machen. Die Beseitigung der Sturmschäden muss vom Steuerzahler getragen werden.

Sitzungsvorlage

Auf der rechten Seite soll der Klettergarten errichtet werden.

Neuigkeiten zur Hammer Mühle

Das Amt für Denkmalpflege im Rheinland hat sehr schnell auf die Anfrage der BIVH geantwortet und die Frage zur Prüfung der Denkmalwürdigkeit recht überzeugend beantwortet.

Anbei das Schreiben des Amtes für Denkmalpflege im Rheinland.

Sollte die Bürgermeisterin bei Ihrer Anfrage an das Amt für Denkmalpflege im Rheinland wirklich nur die in der letzten Einwohnerfragestunde bekannt gegebene Kurzinformation erhalten haben? Das ist schwer vorstellbar. Wahrscheinlicher ist, dass dies die „bürgerfreundliche“ Antwort für Bürger war, die ihr nicht die Stimme bei der Bürgermeisterwahl gegeben haben. Schließlich hat sie auch in anderen Situationen nicht entsprechend dem Neutralitätsgebot ihres Amtes gehandelt.

Haupt- und Finanzausschuss vom 18.02.2019

Zum TOP 4 „Mietobergrenzen im Bereich der Kosten der Unterkunft für Transferleistungsberechtigte – Konsequenzen auf dem Viersener Wohnungsmarkt“ wurden von allen Parteien Bedenken geäußert, dass die neue Festsetzung der Mietobergrenzen zu erheblichen Problemen führen kann.
Bereits jetzt wurden Mieter aufgefordert ihre Wohnung zu wechseln oder einen gekürzten Wohnungszuschuss zu akzeptieren. Weitere Details im Artikel der Rheinischen Post siehe unten.
Nachdem bereits immer wieder über das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft berichtet wird, kann je nach Ausübung diese Reduzierung der Mietobergrenzen zu einer weiteren Verschlechterung der Lebenssituation dieser Leistungsempfänger führen.

Berücksichtigt man die Kritik der Rechnungshöfe an der Ausgabenpraxis öffentlicher Institutionen, wird eine Reduzierung der Mietobergrenzen noch unverständlicher. Einerseits werden Milliarden von EURO verschwendet und bei Transferleistungsempfängern versucht man zu sparen.

Und dann wundern sich unsere Politiker über den Wählerzustrom zu extremen Parteien??

Und was passiert mit der Hammer Mühle?

Derzeit wird das Gebäude, das stehen geblieben ist, an der Giebelwand und an der Seitenwand neu aufgemauert. Wie aus dem letzten Foto ersichtlich wurden die alten Steine vom abgerissenen Gebäudeteil fein säuberlich gestapelt und werden wahrscheinlich zur Verblendung der erneuerten Wände genutzt.
Dem neuen Eigentümer ist es zu verdanken, dass diese Reste erhalten bleiben und wohl einer neuen Nutzung zugeführt werden. Lassen wir uns überraschen was hier passiert. Wir bleiben dran und berichten.

Giebelwand wird erneuert
Alte Ziegelsteine vom Abriss

Was hat sich getan am Dinsing Gebäude?

Das architektonisch interessante Mittelteil wurde abgerissen.
Leider wurden in der Zwischenzeit auch die Scheiben im linken Teil des Gebäudes zerstört. Wenn nicht auch hier die Fenster vor der Witterung geschützt werden, ist auch das restliche Gebäude dem Verfall preisgegeben.

Der Mitteltrakt ist weg!
So sah es vor dem Abriss aus.
Jetzt wurden auch die Fensterscheiben zerstört.

Blitzer an der Kölnischen Straße ist „Lotto-Sechser“ – RP vom 14.02.2019

Die Blitze an der Kölnischen Straße auf Höhe des Baumarktes hat sich als gute Investition erwiesen. Nach Angaben der Rheinischen Post werden die zusätzlichen Einnahmen auf 600.000 EURO pro Jahr geschätzt.
Nach Auskunft des Kreisordnungsamtes wurde die Zuständigkeit für die Messung der Geschwindigkeit zwischen Kreis und Stadt Viersen bereits vor mehreren Jahrzehnten vereinbart. Danach ist der Kreis für die stationären Blitzen zuständig.
Hätte die Stadt Viersen geahnt welche gute Einnahmequelle ihr damit durch die Lappen geht, hätte man vielleicht anders entschieden.

https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/blitzer-an-der-koelnischen-strasse-in-viersen-ist-lotto-sechser_aid-36766935