Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche Bauprojekte

Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche Bauprojekte
Diese Sendung im Zdf stellt detailliert dar, warum öffentliche Bauprojekte immer wesentlich teurer werden als ursprünglich geplant.
Die Ausführungen passen perfekt auch auf die Kostensteigerung von
ca. 65 % (bisher, das Ende ist noch nicht absehbar) beim Kreisarchiv in Viersen.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-teuer-und-verplant—kostenfalle-staatliche-bauprojekte-100.html

Verzicht auf Plakatwerbung im Kommunalwahlkampf 2020

Verzicht auf Plakatwerbung im Kommunalwahlkampf 2020?
Die Bürgerinitiative Viersen-Hamm e.V. (BIVH) hat heute eine Anregung gemäß §24 GO NRW an die Bürgermeisterin übergeben. Zweck dieser Anregung ist der Verzicht der sich zum 13. September 2020 zur Kommunalwahl stellenden Parteien auf Plakatwerbung. Begründung und Argumentation entnehmen Sie bitte dem beigefügten Schreiben.
Die BIVH ist gespannt auf die Diskussion zu diesem Thema.

Kostenexplosion beim Kreisarchiv

Sondersitzung des Kreistages zur Kostenexplosion des Kreisarchivs.

Am Donnerstag, den 06.Februar 2020 wird auf Antrag der SPD Fraktion eine Sondersitzung des Kreistages zur Kostenexplosion des Kreisarchivs stattfinden.
Die Sitzungsvorlage mit der Erläuterung der Situation zeigt auf, dass hier bei der Situationsbewertung Vergleiche angestellt werden, die unglaublich sind. Die Kostensteigerung von ca. 65 % von 8,9 Mio EURO auf 14,71 Mio EURO wird versucht klein zu reden. Erstens hätte es sich um eine Grobkostenschätzung auf Basis konventioneller Baukosten gehandelt und es wird auf die Kosteneinsparung durch die zirkuläre Wertschöpfung beim Bau des Kreisarchivs hingewiesen.
Bei der Diskussion um den Baubeschluss war nicht die Rede von möglichen Kostensteigerungen durch die besondere Bauweise der zirkulären Wertschöpfung. Jetzt wird dargestellt, dass die erste „Grobkostenschätzung“ auf konventioneller Bauweise beruhte. Davon war beim Baubeschluss auch keine Rede.
Wer glaubt von den Wählern, dass die Endkosten unter 20 Mio EURO liegen werden?
Mehrkosten werden durch die Kreisumlage der Kommunen getragen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Warum sagt der Landrat nicht klar und deutlich, dass wir Bürger dann erneut zur Kasse gebeten werden?
Wahltag muss Zahltag werden!
https://kis.kreis-viersen.de/…/…/Sitzungsvorlage_39-2020.pdf

EinTräumchen…

Die CDU Viersen beklagt sich über mangelnde Voraussicht bei der Instandhaltung der Niersbrücken in Süchteln. Allerdings sind dies nicht die einzigen Brücken die nicht ausreichend überwacht worden sind. Auch in Beberich ist eine Brücke schon seit längerer Zeit gesperrt. Dort ist nicht einmal abzusehen, ob dort überhaupt etwas geschieht. In allen Fällen werden Radwege unterbrochen und behindern so, den Umstieg auf das Fahrrad.
Und was macht die Bürgermeisterin? Sie träumt vom Radweg auf der Freiheitsstraße. Lassen wir Sie ruhig weiterhin davon träumen. Wir träumen von einem engagierten und kompetenten Bürgermeister.
https://www.cdu-viersen.de/2020/01/22/cdu-suechteln-zur-sperrung-niersbruecken-in-suechteln/

Gesucht: Zeitschenker

Die Stadt Viersen berichtet auf ihrer Internetseite über den Besuchs- und Begleitdienst der Stadt Viersen, der ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung besucht und versucht Alltagsprobleme zu lösen, um diesen Menschen den Verbleib in den vertrauten vier Wänden so lange es geht zu ermöglichen. Die Stadt Viersen sucht weitere Ehrenamtler für diese Tätigkeit. Die BIVH hat diese Aktivität seit Beginn mit Ehrenamtlern unterstützt. Derzeit arbeiten drei Mitglieder der BIVH in dieser Aktivität.

https://www.viersen.de/de/mitteilung/gesucht-zeitschenker/

Andreas Loßmann im Gespräch mit Anneliese Göbel (Foto: Stadt Viersen)
Andreas Loßmann im Gespräch mit Anneliese Göbel (Foto: Stadt Viersen)

So wird der Klimawandel beschleunigt

Warum stellen die Förderung der Wirtschaft und die Einhaltung des Umweltschutzes in Viersen immer einen Konflikt dar, der meist zu Gunsten der Förderung der Wirtschaft entschieden wird?
An der Ernst-Moritz-Arndt Straße werden im Bereich hinter Bosch gerade Flächen, die zuvor landwirtschaftlich genutzt wurden, in Gewerbeflächen umgewandelt. Gegenüber diesen Flächen wird auf einem Schild auf Lager- und Büroflächen hingewiesen, die provisionsfrei zur Verfügung stehen.
Eine kompetente Wirtschaftsförderung sollte auch in der Lage sein, vorhandene Flächen vorrangig zur Weiternutzung zur Verfügung zu stellen, anstatt ständig neue Flächen zu versiegeln.
Diese Neuversiegelung von Flächen hat in NRW dazu geführt, dass seit 1970 die Menge an Grundwasser, die jährlich gewonnen wird, sich halbiert hat. Anstatt das Regenwasser an Ort und Stelle versickern zu lassen, wird immer mehr Regenwasser durch Bodenversiegelung den Vorflutern zugeführt. Dann brauchen wir irgendwann einen Tiefensammler um der Menge an Regenwasser Herr zu werden.
Die Einnahmen der Stadt über die Vermarktung der Gewerbeflächen sind vergleichsweise gering zu den Kosten derartiger Bauwerke. Allerdings trägt die Kosten des Tiefensammlers ja der einzelne Bürger über die Erhöhung der Abwassergebühren. Damit wird das Stadtsäckel ja nicht belastet.
Diese neue Flächenversiegelung wird auch nicht die letzte Maßnahme zur Beschleunigung des Klimawandels sein. Im Rahmen des Entwurfs der 1. Änderung des Regionalplanes für den Regierungsbezirk Düsseldorf möchte die Stadt Viersen insgesamt 8 Flächen für den allgemeinen Siedlungsbau reserviert wissen. Deshalb hat sich der Rat der Stadt Viersen auch für den Klimanotstand „light“ entschieden, sonst hätte man sich beim Entwurf der Änderung des Regionalplanes anders entscheiden müssen.

Dank an unsere Leser

Die Rheinische Post schreibt heute über die Probleme des Einzelhandels und den Brief, den der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland an Innenminister Seehofer geschickt hat.
https://rp-online.de/…/handel-schlaegt-alarm-wegen-innensta…
In diesem Schreiben wird der Politik insbesondere in mittelgroßen Städten mangelndes Engagement vorgeworfen. Die Erreichbarkeit der Zentren, Ausbau der digitalen Infrastruktur, Reform der Sonntagsöffnungszeiten sind einige der Kritikpunkte des HDE. Auch eine bessere Partnerschaft zwischen Ladenbesitzern und Mietern wird angeregt.
Die Diskussion auf dieser Seite über die Schließungen im Einzelhandel in Viersen hat viele Punkte aufgezeigt, die auch vom HDE kritisiert werden. Für diese guten Diskussionsbeiträge bedankt sich die BIVH bei den Lesern. Die häufig gescholtenen sozialen Medien sind vielleicht in vielen Fällen besser als ihr Ruf.

Die Sumpfeiche am Bahnhof wurde gefällt.

Ein Zwieselriss von ca. 1 m Länge hat die Verkehrssicherheit dieses Baumes erheblich gefährdet.
Jetzt rächt es sich, dass bei der Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes die beiden Bäume in der Nachbarschaft der Sumpfeiche ohne Not gefällt wurden, um für die breite Zuwegung zum Bahnhof Raum zu schaffen. Andere Kommunen führen in solchen Fällen die Wege um bestehende Bäume herum. Die BIVH hatte sich damals für den Erhalt dieser Bäume eingesetzt und einen Antrag gemäß § 24 GO NRW gestellt. Die Planungshoheit von Politik und Verwaltung hatte anders entschieden. Schade! Jetzt haben wir einen kahlen Bahnhofsvorplatz. Das hätte man vermeiden können.
https://www.viersen.de/…/…/zwieselriss-bei-einer-sumpfeiche/

Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte sich der Riss etwas geschlossen im Vergleich mit dem Foto auf der Seite der Stadt, da durch die Entfernung einiger Äste bereits eine Entlastung erfolgt war.
Im Sommer spendete dieser Baum Schatten für viele Reisende, die sich dort unter dem Blätterdach aufhielten.

Die Zahl der Schließungen von Einzelhandelsgeschäften in Viersen geht schnell voran.

Nicht nur Schmitz Elektroartikel, Viersener Senfmanufaktur, Schaffrath Elektrohandel, Militaria Shop auf der Großen Bruchstraße und jetzt auch noch Zeitlos Moden in der Rathausgasse 1 haben ihr Geschäft aufgegeben oder eine Schließung steht in den nächsten Wochen und Monaten an.

Das Konzept „Heimatshoppen“ hat diese Geschäftsschließungen auch nicht verhindern können. Liegt es eigentlich nur am Kunden, der sich immer stärker durch Einkäufe im Internet versorgt? Oder sollte sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen stärker in diesem Bereich engagieren? So zumindest haben wir Kritik von Geschäftsinhabern vernommen, die noch nie von der Wirtschaftsförderung kontaktiert worden sind.

Zur Aufrechterhaltung der Einzelhandelsstruktur wird in anderen Kommunen schon lange bevor eine Schließung aus Altersgründen oder Rentabilität des Geschäftes ansteht über Zukunftsstrategien gesprochen.